Der Erfolg der AfD

Die ersten Landtagswahlen sind vorbei. Die AfD ist stark aus ihnen herausgegangen. Jetzt geht die Angst um. Die AfD hat in allen drei Landtagswahlen über 10% bekommen. In Sachsen-Anhalt sogar über 20%. Keiner will bisher mit ihr koalieren, doch auf Dauer kann man sie nicht ignorieren.

Ihr Nährboden

Die AfD ernährt sich von wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung und diese muss gestoppt werden. Nur so ist ein Sieg möglich gegen die AfD. Die AfD nutzt Halbwahrheiten. Sie nutzt deshalb neben dem Thema Flüchtlinge, die Euro-Krise und auch die Energiewende.

Der AfD ihr größter Bonus ist die Flüchtlingskrise zurzeit. Ohne diese Krise hätte sie niemals so viele Wähler dazu gewonnen. Es ist schon möglich, wenn die Flüchtlingskrise gestoppt wird, dass sie beachtlich an Wähler verliert. Wenn sie diesen Nährboden verliert, könnte es ihr einen schmerzvollen Machtverlust bescheren. Deshalb müssen Lösungen her um die Krise in den Griff zu bekommen.

Aus der Euro-Krise ist die AfD gekommen. Allein mit der Euro-Krise hat sie nicht so viele Wähler mobilisieren können. 2013 bei den Bundestagswahlen hat sie knapp den Einzug nicht geschafft. Den starken Anstieg konnte sie nur durch die Flüchtlingskrise erreichen. Rechte Bewegungen wie die Pegida spielen ihr auch zu. Deshalb distanziert sie sich nicht von der Pegida. Über die Pegida kann die AfD weiter an Sympathisanten gewinnen. Es gibt also einen guten Grund, warum sie sich nicht distanzieren will, denn sie braucht solche Bewegungen.

Was die AfD-Wähler nicht so wissen.

Dass was die AfD so attraktiv macht, ist die Wut auf das System. Sie schafft es, immer mehr Menschen für sich zu gewinnen. Sie spricht deshalb die frustrierten Bürger direkt an. Um Politik geht es bei der Partei vielen Wählern nicht mehr, sondern um reinen Protest gegen das System. Die Anzahl der AfD-Wähler, die ihr ganzes Parteiprogramm gelesen hat und zustimmt, dürfte gering sein. Ihre Wähler wissen vielleicht nicht einmal, wie viel radikaler die AfD beim Thema Marktliberalisierung ist als die FDP. Ihr liberales Parteiprogramm dürfte nebensächlich sein, denn sie ernährt sich hauptsächlich von Hetze.

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